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Die Weinjahrgänge

Auf mehreren Seiten wird jeder Jahrgang
wie nachstehend beschrieben.

   

Der 1997er
Ende gut – vieles gut

Ja, ein Kometenjahr war das Jahr 1997, denn wir konnten mit bloßen Augen im Monat April den Jahrhundert-Kometen Hale-Bopp sehen. Und Kometen und Wein setzt man gerne miteinander in Beziehung; denken wir nur an das Kometenjahr 1911, in dem wahrhaftig ein Jahrhundertwein wuchs. So waren denn die Erwartungen der Winzer beim Auftauchen von Hale-Bopp sehr hoch. Doch zu einem Kometenjahrgang reichte es leider nicht – dafür waren die Witterungsunbilden 1997 zu groß. Lag dies vielleicht am Kometen?

Ein kurzes Fazit der DEUTSCHEN WINZERZEITUNG im Dezember 1997 legte dies schon vorab dar, denn dort kann man lesen:

 


Komet Hale-Bopp, aufgenommen mit dem Zeiss-2m-Spiegelteleskop an der Thüringer Landessternwarte in Tautenburg, coloriert von Farb-Raum GmbH
 

„1997 wird als ein Jahr der Wetterkapriolen und der Extreme in die Weinbaugeschichte eingehen. Alle Berichterstatter sprechen von einem neidischen Herbst. Schon früh meldeten die südlichen Anbaugebiete einen Jahrhundertjahrgang; doch die deutschen Rieslinggebiete konnten sich dieser Einschätzung nicht anschließen, denn der Riesling überstand Frost und Blüte am besten und zeigte deshalb weniger Mengenverluste. Das Menge-Güte-Gesetz prägte diesen Weinjahrgang. Überragende Mostgewichte waren nur bei mäßigen Mengenerträgen möglich. Weinberge mit starkem Traubenbehang haben die qualitativen Erwartungen oft nicht erfüllt und die Mengenprognosen deutlich übertroffen. Jedoch in der Statistik wird das Jahr 1997 mit einem unterdurchschnittlichen Ertragsergebnis bei guten Qualitäten geführt.”

Doch wollen wir chronologisch vorgehen und uns den Vegetationsverlauf betrachten, wie ihn der DEUTSCHE WEINBAUVERBAND darstellt: „Mit Ende des Jahres 1996, als die Winzer ihren Arbeitsraum bereits in den Keller verlegt hatten, fiel die Außentemperatur auf einen Tiefpunkt. Bedingt durch die Tatsache, daß es 1996 eine gute Holzausreife gab und die Temperaturen um Weihnachten langsam zu fallen begannen, wurden keine übermäßigen Winterfrostschäden boniert.

(im Werk geht die Beschreibung weiter)